FlexiDug

Flexible, digitale Systeme für den schienengebundenen Verkehr in Wachstumsregionen

Die Klima- und Verkehrswende ist eine globale Herausforderung für Gesellschaft und Wirtschaft. Auf regionaler Ebene erhöhen angespannte Wohnungsmärkte und die Flexibilisierung der Arbeit die Attraktivität des Wohnens außerhalb von Metropolen. Für den Strukturwandel in Bergbaurevieren entstehen dadurch vielversprechende Entwicklungsperspektiven, beispielsweise durch Nach- und Umnutzung von Infrastrukturen, Renaturierungen, sowie Ausbauprogrammen für den öffentlichen Personenverkehr.

Das Projekt FlexiDug hat sich zum Ziel gesetzt, eine Analyse der vorhandenen sowie zurückgebauten Infrastrukturen in der Lausitz durchzuführen und darauf aufbauend eine Konzeptionierung zukünftiger Verkehrswege zu entwickeln. Zusätzlich soll ein beispielhafter Aufbau eines digitalen Zwillings, inklusive Daten in Building Information Models (BIM), für das bestehende Werkbahnnetz in einer einheitlichen digitalen Umgebung konzeptioniert werden. Zudem ist die Entwicklung von Sensornetzwerken zur Sicherung von Bahninfrastrukturen in ehemaligen Bergbauregionen ein Bestreben des Projektes FlexiDug, sowie eine dynamische, digitale Leit- und Sicherungstechnik (D.LST).

Das Projekt entwickelt ein bahnspezifisches Sensornetzwerk zur Überwachung und Verwaltung von Bahninfrastruktur sowie ein skalierbares Betriebsverfahren und Sicherungstechnik zur Durchführung von Eisenbahnbetrieb. Als Grundlage werden u. a. BIM-Daten des Werkbahnnetzes zu einem digitalen Zwilling verknüpft. Eine Erprobung der Prototypen (Netzwerk und Betriebsverfahren) im Labor ist vorgesehen. Ein abschließender Feldtest wird die Validität der Ergebnisse in der Praxis nachweisen.

Dies schafft eine gute Grundlage zur Reaktivierung des Schienenverkehrs in der Region bzw. der Umwidmung von ehemaligen Werksbahnen zur Nutzung für den öffentlichen Schienenverkehr. Aus Gründen der Nachhaltigkeit sollten vorhandene Infrastrukturen möglichst weiter genutzt werden, wobei der Erfolg wesentlich von der Entwicklung wirtschaftlich tragbarer Lösungen geprägt sein wird.

Das auf drei Jahre angelegte Forschungsprojekt ist gefördert vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) und wird mit den Partnern DB Systel, TU Berlin, TU Chemnitz, BTU Cottbus-Senftenberg, A+C Consult und LEAG (assoziiert) durchgeführt.

Weitere Informationen gibt es auch auf der Kommunikations- und Vernetzungsplattform "emmett".

Das folgende Video gibt einen Eindruck von einigen visualisierbaren Zwischenständen im Projekt (September 2022):